500 Jahre Leonardo da Vinci im Louvre, Paris!

Leonardo da Vinci
Zeichnung, die Leonardo da Vinci von der Seite zeigt.

Im Jahr 2019 war zum 500. Mal der Todestag von Leonardo da Vinci. Der Künstler wurde 1452 in Vinci geboren und ist in Amboise (Frankreich) 1519 gestorben. Leonardo ist für den Louvre von ganz besonderer Bedeutung, da seine Mona Lisa zur französischen Identifikation beiträgt und der Touristenmagnet schlecht hin ist. Der Louvre besitzt die weltweit größte Sammlung von Leonardos Gemälden sowie 22 Zeichnungen von ihm. So kam es 2019 in Paris zu der größten Leonardo Ausstellung, die es jemals gegeben hat. Und ich war dort!

Das Museum hat versucht, möglichst viele Gemälde des Künstlers um die fünf Kernwerke seiner eigenen Sammlung zu versammeln: Die Felsgrottenmadonna, La Belle Ferronnière, die Mona Lisa (die in der Galerie bleibt, wo sie normalerweise ausgestellt wird), der Heilige Johannes der Täufer und die Heilige Anna. Ziel der Ausstellung ist es, sie neben einer breiten Palette von Zeichnungen sowie einer kleinen, aber bedeutenden Serie von Gemälden und Skulpturen aus dem Kreis des Meisters zu platzieren. Dies ist dem Louvre nur semi gut gelungen.

Persönlicher Eindruck

Als großer Leonardo-Fan habe ich mich sehr auf diese Ausstellung gefreut. Der erste Eindruck im ersten Raum war super. Es ging gleich mit den Gewandstudien von Leonardo los, die unfassbar schön und besonders sind, da sie nur sehr selten ausgestellt werden können. Sie sind nämlich sehr lichtempfindlich. Das war wirklich etwas Besonderes nun so viele Studien auf einmal sehen zu dürfen.

Diese Freude wurde dann durch die anderen Studien, wie die Handstudien oder die Schatten-, Muskel- und Knochenstudien gesteigert.

Leonardo da Vinci
Hand- und Muskelstudien von Leonardo

Lässt man die Studien jedoch außer Acht, muss ich leider zugeben, das ich sonst von der Ausstellung enttäuscht bin. Die Ausstellungsfläche ist zu klein für so viele Besucher und zu verwinkelt und die Skizzen/ Studien sind auf Vitrinen angebracht, die viel zu nah beieinander stehen. Dadurch kam während des Besuchs doch ein ziemliches Gedrängel auf und das obwohl man Tickets mit Zeitfenster buchen musste.

Und auch die Anzahl der Gemälde war mau. Die fünf Gemälde, die das Louvre eh besitzt, waren natürlich vorhanden (obwohl die Mona Lisa nicht in der Ausstellung sondern an ihrem gewohnten Platz war). Zusätzlich konnte man den Heiligen Hieronymus bestaunen, der sonst in Rom hängt, den Salvator Mundi (der aus der Werkstatt Leonardos stammt und nun in Privatbesitz ist) und die Dame mit dem Hermelin aus Krakau. Leonardo hat “nur” ca 15 Gemälde gemalt und leider hat Paris es nicht geschafft einen Großteil davon zusammen zu bringen. Mir hat vor allem die späte Version der Felsgrottenmadonna aus der National Gallery in London gefehlt, die super neben der früheren Version aus dem Louvre ausgesehen hätte.

Von links nach rechts: La Belle Ferronnière, der Heilige Johannes der Täufer und die Heilige Anna.
Links die frühe Version der Felsgrottenmadonna aus dem Louvre und rechts die späte Version, die in der National Gallery in London hängt.

Nichtsdestotrotz lohnt sich ein Trip nach Paris und in den Louvre immer. Es gibt noch so viele andere Schätze dort zu bestaunen. Sodass ich meinen Besuch dort trotzdem genossen habe. Als Kunststudentin und Leonardofan (ich habe auch meine Masterarbeit über Leonardo geschrieben) hätte ich mir von der Ausstellung bezüglich der Gemälde und des Aufbaus mehr erhofft. Die Skizzen und Zeichnungen haben die Ausstellung wirklich gerettet.

500 Jahre Leonardo da Vinci

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